Grundsteuer-Hebesatz Karlsruhe
Aktuelle Hebesätze, Steuermesszahlen und Berechnungsmodell für Karlsruhe in Baden-Württemberg.
Karlsruhe
BWBerechnungsmodell in Baden-Württemberg: Modifiziertes Bodenwertmodell
Steuermesszahl Wohnen: 0,91 ‰ | Nichtwohnen: 1,30 ‰
Stand: 2025 | Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Regionaldatenbank), Stand 2025 | Amtlicher Gemeindeschlüssel: 08212000
So steht Karlsruhe im Vergleich da
Im Bundesland
Mit 270 % liegt Karlsruhe auf Platz 620 von 1101 Gemeinden in Baden-Württemberg (Platz 1 = höchster Hebesatz) und gehört damit ins Mittelfeld: 42 % der Gemeinden im Land haben einen niedrigeren Satz. Der Durchschnitt in Baden-Württemberg liegt bei 323 %, Karlsruhe liegt 53 Prozentpunkte darunter.
Entwicklung
Seit 2022 ist der Hebesatz B von 490 % auf 270 % gesunken (-220 Prozentpunkte). Zuletzt geändert wurde er 2025 (vorher 490 %).
Rechenbeispiel für Karlsruhe
Pro 100 € Grundsteuermessbetrag (steht in Ihrem Messbescheid vom Finanzamt) zahlen Sie in Karlsruhe 270 € Grundsteuer im Jahr – im Landesdurchschnitt wären es 323 €, also 53 € weniger. Bei einem Messbetrag von 60 € sind es 162,00 € im Jahr bzw. 40,50 € pro Quartal.
Was bedeutet der Hebesatz von 270 % konkret?
Grundsteuerwert
Das Finanzamt bewertet Ihr Grundstück nach dem Modifiziertes Bodenwertmodell — die Grundlage der Berechnung.
× Steuermesszahl
Der Wert wird mit der Steuermesszahl (0,91 ‰ für Wohnen) multipliziert — das ergibt den Grundsteuermessbetrag.
× Hebesatz
Der Messbetrag mal 270 % ergibt Ihre jährliche Grundsteuer in Karlsruhe.
Hebesatz-Entwicklung in Karlsruhe
| Jahr | Hebesatz A | Hebesatz B | Veränderung B |
|---|---|---|---|
| 2022 (vor der Reform) | 490 % | 490 % | – |
| 2023 (vor der Reform) | 490 % | 490 % | 0 % |
| 2024 (vor der Reform) | 490 % | 490 % | 0 % |
| 2025 | 650 % | 270 % | -220 % |
Vorsicht beim Vergleich über die Reform hinweg
Zum 1. Januar 2025 hat sich mit der Grundsteuerreform die Bemessungsgrundlage geändert. Hebesätze vor und nach der Reform sind deshalb nicht direkt vergleichbar: Ein höherer Hebesatz bedeutet nicht automatisch eine höhere Steuer — entscheidend ist der neue Grundsteuermessbetrag. Hintergründe in unserem Artikel zur Grundsteuerreform.
Hebesätze ähnlich großer Gemeinden in Baden-Württemberg
| Gemeinde | Einwohner | Hebesatz B | Stand |
|---|---|---|---|
| Mannheim | 319.536 | 365 % | 2025 |
| Freiburg im Breisgau | 238.299 | 235 % | 2025 |
| Heidelberg | 156.092 | 185 % | 2025 |
| Pforzheim | 134.422 | 348 % | 2025 |
| Heilbronn | 132.516 | 345 % | 2025 |
| Ulm | 130.288 | 390 % | 2025 |
Grundsteuer in Karlsruhe
Wie hoch ist der Grundsteuer-Hebesatz in Karlsruhe?
Der Hebesatz für die Grundsteuer B liegt in Karlsruhe bei 270 %, für die Grundsteuer A bei 650 % (Stand 2025).
Ist der Hebesatz in Karlsruhe hoch?
Mit 270 % liegt Karlsruhe auf Platz 620 von 1101 Gemeinden in Baden-Württemberg (Platz 1 = höchster Hebesatz) und gehört damit ins Mittelfeld: 42 % der Gemeinden im Land haben einen niedrigeren Satz.
Hat Karlsruhe den Hebesatz erhöht?
Seit 2022 ist der Hebesatz B von 490 % auf 270 % gesunken (-220 Prozentpunkte). Zuletzt geändert wurde er 2025 (vorher 490 %). Hebesätze vor und nach der Reform 2025 sind allerdings nicht direkt vergleichbar.
Wie berechne ich meine Grundsteuer in Karlsruhe?
Grundsteuerwert × Steuermesszahl × Hebesatz. In Baden-Württemberg gilt das Modifiziertes Bodenwertmodell. Am einfachsten geht es mit unserem Grundsteuer-Rechner.
Was tun, wenn die Grundsteuer zu hoch erscheint?
Prüfen Sie zuerst den Bescheid auf Fehler bei Flächen und Werten. Gegen den Grundsteuerwertbescheid können Sie Einspruch einlegen; bei Mietausfall kommt ein Erlass in Betracht.
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