Grundsteuer-Hebesatz Kerpen
Aktuelle Hebesätze, Steuermesszahlen und Berechnungsmodell für Kerpen (Rhein-Erft-Kreis) in Nordrhein-Westfalen.
Kerpen
NWBerechnungsmodell in Nordrhein-Westfalen: Bundesmodell
Steuermesszahl Wohnen: 0,31 ‰ | Nichtwohnen: 0,34 ‰
Stand: 2026 | Quelle: Bund der Steuerzahler NRW und Beschlüsse der Städte, 2026 | Amtlicher Gemeindeschlüssel: 05362032
Hinweis: Bei differenzierten Hebesätzen ist der Satz für Wohngrundstücke angegeben. Viele NRW-Städte haben ihre Hebesätze 2026 rückwirkend geändert, teils erst im Sommer beschlossen — maßgeblich ist immer Ihr aktueller Bescheid.
So steht Kerpen im Vergleich da
Im Bundesland
Mit 832 % liegt Kerpen auf Platz 86 von 396 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen (Platz 1 = höchster Hebesatz) und gehört damit eher zu den teureren: 78 % der Gemeinden im Land haben einen niedrigeren Satz. Der Durchschnitt in Nordrhein-Westfalen liegt bei 711 %, Kerpen liegt 121 Prozentpunkte darüber.
Im Landkreis Rhein-Erft-Kreis
Von den 10 Gemeinden im Kreis Rhein-Erft-Kreis hat Kerpen den 5.-höchsten Hebesatz B. Der Kreisdurchschnitt liegt bei 743 %.
Entwicklung
Seit 2022 ist der Hebesatz B von 720 % auf 832 % gestiegen (+112 Prozentpunkte). Zuletzt geändert wurde er 2025 (vorher 739 %).
Rechenbeispiel für Kerpen
Pro 100 € Grundsteuermessbetrag (steht in Ihrem Messbescheid vom Finanzamt) zahlen Sie in Kerpen 832 € Grundsteuer im Jahr – im Landesdurchschnitt wären es 711 €, also 121 € mehr. Bei einem Messbetrag von 60 € sind es 499,20 € im Jahr bzw. 124,80 € pro Quartal.
Was bedeutet der Hebesatz von 832 % konkret?
Grundsteuerwert
Das Finanzamt bewertet Ihr Grundstück nach dem Bundesmodell — die Grundlage der Berechnung.
× Steuermesszahl
Der Wert wird mit der Steuermesszahl (0,31 ‰ für Wohnen) multipliziert — das ergibt den Grundsteuermessbetrag.
× Hebesatz
Der Messbetrag mal 832 % ergibt Ihre jährliche Grundsteuer in Kerpen.
Hebesatz-Entwicklung in Kerpen
| Jahr | Hebesatz A | Hebesatz B | Veränderung B |
|---|---|---|---|
| 2022 (vor der Reform) | 365 % | 720 % | – |
| 2023 (vor der Reform) | 365 % | 739 % | +19 % |
| 2024 (vor der Reform) | 365 % | 739 % | 0 % |
| 2025 | 560 % | 832 % | +93 % |
| 2026 | – | 832 % | 0 % |
Vorsicht beim Vergleich über die Reform hinweg
Zum 1. Januar 2025 hat sich mit der Grundsteuerreform die Bemessungsgrundlage geändert. Hebesätze vor und nach der Reform sind deshalb nicht direkt vergleichbar: Ein höherer Hebesatz bedeutet nicht automatisch eine höhere Steuer — entscheidend ist der neue Grundsteuermessbetrag. Hintergründe in unserem Artikel zur Grundsteuerreform.
Hebesätze der Nachbargemeinden im Kreis Rhein-Erft-Kreis
| Platz | Gemeinde | Einwohner | Hebesatz B | Stand |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Elsdorf | 21.284 | 1010 % | 2026 |
| 2 | Bedburg | 25.210 | 973 % | 2026 |
| 3 | Bergheim | 61.976 | 897 % | 2026 |
| 4 | Wesseling | 38.051 | 865 % | 2025 |
| 5 | Kerpen | 66.377 | 832 % | 2026 |
| 6 | Brühl | 45.653 | 700 % | 2026 |
| 7 | Erftstadt | 48.724 | 635 % | 2025 |
| 8 | Pulheim | 55.979 | 550 % | 2026 |
| 9 | Frechen | 51.927 | 519 % | 2025 |
| 10 | Hürth | 61.732 | 446 % | 2025 |
Platz 1 = höchster Hebesatz B im Kreis (10 Gemeinden).
Grundsteuer in Kerpen
Wie hoch ist der Grundsteuer-Hebesatz in Kerpen?
Der Hebesatz für die Grundsteuer B liegt in Kerpen bei 832 %, für die Grundsteuer A bei 560 % (Stand 2026).
Ist der Hebesatz in Kerpen hoch?
Mit 832 % liegt Kerpen auf Platz 86 von 396 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen (Platz 1 = höchster Hebesatz) und gehört damit eher zu den teureren: 78 % der Gemeinden im Land haben einen niedrigeren Satz.
Hat Kerpen den Hebesatz erhöht?
Seit 2022 ist der Hebesatz B von 720 % auf 832 % gestiegen (+112 Prozentpunkte). Zuletzt geändert wurde er 2025 (vorher 739 %). Hebesätze vor und nach der Reform 2025 sind allerdings nicht direkt vergleichbar.
Wie berechne ich meine Grundsteuer in Kerpen?
Grundsteuerwert × Steuermesszahl × Hebesatz. In Nordrhein-Westfalen gilt das Bundesmodell. Am einfachsten geht es mit unserem Grundsteuer-Rechner.
Was tun, wenn die Grundsteuer zu hoch erscheint?
Prüfen Sie zuerst den Bescheid auf Fehler bei Flächen und Werten. Gegen den Grundsteuerwertbescheid können Sie Einspruch einlegen; bei Mietausfall kommt ein Erlass in Betracht.
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