Grundsteuer-Hebesatz Tübingen
Aktuelle Hebesätze, Steuermesszahlen und Berechnungsmodell für Tübingen (Tübingen) in Baden-Württemberg.
Tübingen
BWBerechnungsmodell in Baden-Württemberg: Modifiziertes Bodenwertmodell
Steuermesszahl Wohnen: 0,91 ‰ | Nichtwohnen: 1,30 ‰
Stand: 2025 | Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Regionaldatenbank), Stand 2025 | Amtlicher Gemeindeschlüssel: 08416041
So steht Tübingen im Vergleich da
Im Bundesland
Mit 350 % liegt Tübingen auf Platz 370 von 1101 Gemeinden in Baden-Württemberg (Platz 1 = höchster Hebesatz) und gehört damit eher zu den teureren: 64 % der Gemeinden im Land haben einen niedrigeren Satz. Der Durchschnitt in Baden-Württemberg liegt bei 323 %, Tübingen liegt 27 Prozentpunkte darüber.
Im Landkreis Tübingen
Von den 15 Gemeinden im Kreis Tübingen hat Tübingen den 4.-höchsten Hebesatz B. Der Kreisdurchschnitt liegt bei 251 %.
Entwicklung
Seit 2022 ist der Hebesatz B von 660 % auf 350 % gesunken (-310 Prozentpunkte). Zuletzt geändert wurde er 2025 (vorher 660 %).
Rechenbeispiel für Tübingen
Pro 100 € Grundsteuermessbetrag (steht in Ihrem Messbescheid vom Finanzamt) zahlen Sie in Tübingen 350 € Grundsteuer im Jahr – im Landesdurchschnitt wären es 323 €, also 27 € mehr. Bei einem Messbetrag von 60 € sind es 210,00 € im Jahr bzw. 52,50 € pro Quartal.
Was bedeutet der Hebesatz von 350 % konkret?
Grundsteuerwert
Das Finanzamt bewertet Ihr Grundstück nach dem Modifiziertes Bodenwertmodell — die Grundlage der Berechnung.
× Steuermesszahl
Der Wert wird mit der Steuermesszahl (0,91 ‰ für Wohnen) multipliziert — das ergibt den Grundsteuermessbetrag.
× Hebesatz
Der Messbetrag mal 350 % ergibt Ihre jährliche Grundsteuer in Tübingen.
Hebesatz-Entwicklung in Tübingen
| Jahr | Hebesatz A | Hebesatz B | Veränderung B |
|---|---|---|---|
| 2022 (vor der Reform) | 360 % | 660 % | – |
| 2023 (vor der Reform) | 360 % | 660 % | 0 % |
| 2024 (vor der Reform) | 360 % | 660 % | 0 % |
| 2025 | 480 % | 350 % | -310 % |
Vorsicht beim Vergleich über die Reform hinweg
Zum 1. Januar 2025 hat sich mit der Grundsteuerreform die Bemessungsgrundlage geändert. Hebesätze vor und nach der Reform sind deshalb nicht direkt vergleichbar: Ein höherer Hebesatz bedeutet nicht automatisch eine höhere Steuer — entscheidend ist der neue Grundsteuermessbetrag. Hintergründe in unserem Artikel zur Grundsteuerreform.
Hebesätze der Nachbargemeinden im Kreis Tübingen
| Platz | Gemeinde | Einwohner | Hebesatz B | Stand |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Starzach | 4.340 | 550 % | 2024 |
| 2 | Rottenburg am Neckar | 45.579 | 360 % | 2025 |
| 3 | Hirrlingen | 3.122 | 355 % | 2025 |
| 4 | Tübingen | 92.607 | 350 % | 2025 |
| 5 | Ammerbuch | 11.386 | 300 % | 2025 |
| 6 | Bodelshausen | 5.865 | 240 % | 2025 |
| 7 | Neustetten | 3.831 | 230 % | 2025 |
| 8 | Nehren | 4.348 | 215 % | 2025 |
| 9 | Mössingen | 21.658 | 205 % | 2025 |
| 10 | Gomaringen | 9.114 | 184 % | 2025 |
| 11 | Kusterdingen | 9.094 | 180 % | 2025 |
| 12 | Ofterdingen | 5.470 | 170 % | 2025 |
| 13 | Dußlingen | 6.186 | 155 % | 2025 |
| 14 | Kirchentellinsfurt | 5.487 | 140 % | 2025 |
| 15 | Dettenhausen | 5.506 | 130 % | 2025 |
Platz 1 = höchster Hebesatz B im Kreis (15 Gemeinden).
Grundsteuer in Tübingen
Wie hoch ist der Grundsteuer-Hebesatz in Tübingen?
Der Hebesatz für die Grundsteuer B liegt in Tübingen bei 350 %, für die Grundsteuer A bei 480 % (Stand 2025).
Ist der Hebesatz in Tübingen hoch?
Mit 350 % liegt Tübingen auf Platz 370 von 1101 Gemeinden in Baden-Württemberg (Platz 1 = höchster Hebesatz) und gehört damit eher zu den teureren: 64 % der Gemeinden im Land haben einen niedrigeren Satz.
Hat Tübingen den Hebesatz erhöht?
Seit 2022 ist der Hebesatz B von 660 % auf 350 % gesunken (-310 Prozentpunkte). Zuletzt geändert wurde er 2025 (vorher 660 %). Hebesätze vor und nach der Reform 2025 sind allerdings nicht direkt vergleichbar.
Wie berechne ich meine Grundsteuer in Tübingen?
Grundsteuerwert × Steuermesszahl × Hebesatz. In Baden-Württemberg gilt das Modifiziertes Bodenwertmodell. Am einfachsten geht es mit unserem Grundsteuer-Rechner.
Was tun, wenn die Grundsteuer zu hoch erscheint?
Prüfen Sie zuerst den Bescheid auf Fehler bei Flächen und Werten. Gegen den Grundsteuerwertbescheid können Sie Einspruch einlegen; bei Mietausfall kommt ein Erlass in Betracht.
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