Grundsteuer-Hebesatz Lienen
Aktuelle Hebesätze, Steuermesszahlen und Berechnungsmodell für Lienen (Steinfurt) in Nordrhein-Westfalen.
Lienen
NWBerechnungsmodell in Nordrhein-Westfalen: Bundesmodell
Steuermesszahl Wohnen: 0,31 ‰ | Nichtwohnen: 0,34 ‰
Stand: 2025 | Quelle: Regionaldatenbank bzw. Bund der Steuerzahler NRW (differenzierte Sätze), Stand 2025 | Amtlicher Gemeindeschlüssel: 05566044
Hinweis: Bei differenzierten Hebesätzen ist der Satz für Wohngrundstücke angegeben. Viele NRW-Städte haben ihre Hebesätze 2026 rückwirkend geändert, teils erst im Sommer beschlossen — maßgeblich ist immer Ihr aktueller Bescheid.
So steht Lienen im Vergleich da
Im Bundesland
Mit 660 % liegt Lienen auf Platz 231 von 396 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen (Platz 1 = höchster Hebesatz) und gehört damit ins Mittelfeld: 41 % der Gemeinden im Land haben einen niedrigeren Satz. Der Durchschnitt in Nordrhein-Westfalen liegt bei 711 %, Lienen liegt 51 Prozentpunkte darunter.
Im Landkreis Steinfurt
Von den 24 Gemeinden im Kreis Steinfurt hat Lienen den 15.-höchsten Hebesatz B. Der Kreisdurchschnitt liegt bei 673 %.
Entwicklung
Seit 2022 ist der Hebesatz B von 530 % auf 660 % gestiegen (+130 Prozentpunkte). Zuletzt geändert wurde er 2025 (vorher 583 %).
Rechenbeispiel für Lienen
Pro 100 € Grundsteuermessbetrag (steht in Ihrem Messbescheid vom Finanzamt) zahlen Sie in Lienen 660 € Grundsteuer im Jahr – im Landesdurchschnitt wären es 711 €, also 51 € weniger. Bei einem Messbetrag von 60 € sind es 396,00 € im Jahr bzw. 99,00 € pro Quartal.
Was bedeutet der Hebesatz von 660 % konkret?
Grundsteuerwert
Das Finanzamt bewertet Ihr Grundstück nach dem Bundesmodell — die Grundlage der Berechnung.
× Steuermesszahl
Der Wert wird mit der Steuermesszahl (0,31 ‰ für Wohnen) multipliziert — das ergibt den Grundsteuermessbetrag.
× Hebesatz
Der Messbetrag mal 660 % ergibt Ihre jährliche Grundsteuer in Lienen.
Hebesatz-Entwicklung in Lienen
| Jahr | Hebesatz A | Hebesatz B | Veränderung B |
|---|---|---|---|
| 2022 (vor der Reform) | 320 % | 530 % | – |
| 2023 (vor der Reform) | 320 % | 530 % | 0 % |
| 2024 (vor der Reform) | 368 % | 583 % | +53 % |
| 2025 | 293 % | 660 % | +77 % |
Vorsicht beim Vergleich über die Reform hinweg
Zum 1. Januar 2025 hat sich mit der Grundsteuerreform die Bemessungsgrundlage geändert. Hebesätze vor und nach der Reform sind deshalb nicht direkt vergleichbar: Ein höherer Hebesatz bedeutet nicht automatisch eine höhere Steuer — entscheidend ist der neue Grundsteuermessbetrag. Hintergründe in unserem Artikel zur Grundsteuerreform.
Hebesätze der Nachbargemeinden im Kreis Steinfurt
| Platz | Gemeinde | Einwohner | Hebesatz B | Stand |
|---|---|---|---|---|
| 8 | Tecklenburg | 9.099 | 701 % | 2025 |
| 9 | Steinfurt | 34.822 | 691 % | 2026 |
| 10 | Metelen | 6.540 | 688 % | 2025 |
| 11 | Westerkappeln | 10.825 | 686 % | 2025 |
| 12 | Horstmar | 7.428 | 664 % | 2025 |
| 13 | Nordwalde | 10.084 | 664 % | 2025 |
| 14 | Ladbergen | 6.876 | 661 % | 2025 |
| 15 | Lienen | 8.469 | 660 % | 2025 |
| 16 | Ibbenbüren | 51.596 | 651 % | 2025 |
| 17 | Hörstel | 20.101 | 645 % | 2025 |
| 18 | Ochtrup | 20.358 | 612 % | 2026 |
| 19 | Lotte | 13.728 | 593 % | 2025 |
| 20 | Hopsten | 7.620 | 589 % | 2025 |
| 21 | Greven | 38.080 | 582 % | 2026 |
| 22 | Neuenkirchen | 13.770 | 568 % | 2025 |
Platz 1 = höchster Hebesatz B im Kreis (24 Gemeinden, Ausschnitt).
Grundsteuer in Lienen
Wie hoch ist der Grundsteuer-Hebesatz in Lienen?
Der Hebesatz für die Grundsteuer B liegt in Lienen bei 660 %, für die Grundsteuer A bei 293 % (Stand 2025).
Ist der Hebesatz in Lienen hoch?
Mit 660 % liegt Lienen auf Platz 231 von 396 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen (Platz 1 = höchster Hebesatz) und gehört damit ins Mittelfeld: 41 % der Gemeinden im Land haben einen niedrigeren Satz.
Hat Lienen den Hebesatz erhöht?
Seit 2022 ist der Hebesatz B von 530 % auf 660 % gestiegen (+130 Prozentpunkte). Zuletzt geändert wurde er 2025 (vorher 583 %). Hebesätze vor und nach der Reform 2025 sind allerdings nicht direkt vergleichbar.
Wie berechne ich meine Grundsteuer in Lienen?
Grundsteuerwert × Steuermesszahl × Hebesatz. In Nordrhein-Westfalen gilt das Bundesmodell. Am einfachsten geht es mit unserem Grundsteuer-Rechner.
Was tun, wenn die Grundsteuer zu hoch erscheint?
Prüfen Sie zuerst den Bescheid auf Fehler bei Flächen und Werten. Gegen den Grundsteuerwertbescheid können Sie Einspruch einlegen; bei Mietausfall kommt ein Erlass in Betracht.
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